Coaching – wann „passt“ es?

05.04.2017

Coaching begegnet uns in immer mehr Zusammenhängen: Wir kennen den Personalcoach, den Fitnesscoach, den Fußballcoach, den Lifecoach, den Businesscoach – in nahezu jedem Bereich, in dem man sich etwas aneignen möchte, findet sich der entsprechende Coach.

Da der Begriff Coaching nicht geschützt ist, darf sich jeder Coach nennen. Aber was tut ein Coach genau? Er fungiert als Starthelfer oder Katalysator, als Berater oder Begleiter, als Trainer, Moderator oder auch nur als Zuhörer. Das Wort Coaching enthält in seinem Wortstamm die coach – Kutsche. Und bedeutet das nun, dass ein Coach seinen Coachee von Punkt A zu Punkt B bringt? Vielleicht ist dieses Bild gar nicht so falsch, wenn man bedenkt, dass Coaching eigentlich immer in Entwicklungs- oder Veränderungsprozessen genutzt wird.

Wenn wir auf unseren professionellen Zusammenhang schauen, ist Coaching ein etabliertes und wertschöpfendes Instrument der Personalentwicklung. Mit diesem Fokus ist Coaching die professionelle Beratung von Personen mit Führungs- oder Steuerungsfunktionen und von Experten in Unternehmen.

Und das ist es, was wir anbieten, wenn wir von Coaching sprechen: (Selbst-) Reflexion, Weiterentwicklung und (Selbst-) Steuerung pur. Wir bieten professionelles Coaching bei Fragestellungen und Problemen innerhalb und außerhalb des Arbeitsumfelds.

Ob beim Rollen- oder Ebenenwechsel, in der Gestaltung eines neuen oder dynamischen Umfelds, bei der Gestaltung unternehmerischer Herausforderungen oder dem Handeln in starken persönlichen oder machtpolitischen Spannungsfeldern – der Coachingprozess dient dem Ziel, das innere Lot zu finden. Oft geht es auch darum, für die eigene Rollengestaltung eine passende Form zu finden, die berufliche wie private Bereiche sinnvoll integriert. Diese Balance ist die Basis für tragfähige Veränderungsschritte. Zur professionellen Kompetenz gehört eine klare Sicht auf die eigenen Potentiale, auf Selbsteinschränkungen und auf die eigene Persönlichkeit. Im Coaching werden vorhandene Kommunikationsmuster und besonders die typischen Verhaltensweisen in herausfordernden (Druck-)Situationen analysiert.

In unserer Praxis ist ein Coachingprozess extrem transparent, es gibt keine verdeckten Aufträge und keine „hidden agenda“, sondern konkret vereinbarte Themen und Ziele. Dabei müssen die Themen nicht ausschließlich mit dem Coachee vereinbart worden sein, es kann sich durchaus auch um Themen handeln, die mit der entsprechenden Führungskraft oder mit der HR-Abteilung besprochen wurden.

Wie kommt man nun an den richtigen Coach? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Vermutlich ist es ähnlich wie bei jeder Art von Partnersuche – man muss sich umschauen. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern einen Pool von Coaches, aus dem ein Interessent auswählen kann. Das hat den Vorteil, dass bereits eine Vorsortierung bzgl. Qualifikation und Methodenkompetenz stattgefunden hat. Doch auch wenn man sich alleine auf die Suche macht oder einer Empfehlung nachgeht – die entscheidenden Fragen lauten:

  • Kann ich diesem Menschen vertrauen?
  • Bringt er/ sie mich konstruktiv in meiner Entwicklung voran?

Beide Fragen können einen Coachingprozess sowohl beginnen als auch enden lassen. Denn eins ist sicher und gilt für jeden Moment einer Coachingbeziehung: Coaching ist Vertrauenssache!