Teamentwicklung auf Mallorca

01.12.2017

Teamentwicklung im Ausland mit Vorgesetzten und Kollegen – eine komische Vorstellung für Lukas Letsch als Neuling im Unternehmen

Teamentwicklung im Ausland mit Vorgesetzten und Kollegen – eine komische Vorstellung für mich als relativ frischer Zugang in das Unternehmen. Wie würde es sein, mit Menschen, die man abgesehen vom beruflichen Kontext noch nicht wirklich kennt an ein Ziel zu fahren, an dem andere sonst Urlaub machen, um dort fünf Tage miteinander zu verbringen? Gibt es da wirklich einen Mehrwert? Wird es nicht so sein, dass ich mir nach zwei Tagen denken werde „Okay, alle Oberflächlichkeiten sind ausgetauscht, jetzt würde ich gerne wieder nach Hause oder die Zeit hier auf Mallorca lieber mit Menschen verbringen, die mir vertraut und lieb sind“.

Dass auch Experten für Team- und Personalentwicklung selbst an Teamentwicklungen teilnehmen ist mir schon klar. Wie soll man Dinge authentisch vermitteln, wenn man sie selbst nicht lebt? Dinge wirklich gut und glaubhaft vermitteln kann nur der, der diese auch vorlebt und mit Begeisterung vertritt. Wer mag schon den Gesundheitsberater, der Zigarette nach Zigarette raucht, der Autohändler, der selbst das Fahrzeug einer anderen Marke fährt oder die Verkäuferin im Laden, die selbst nicht von ihren eigenen Produkten überzeugt ist und diese nur halbherzig bewirbt. Der Funke springt einfach nicht über. Doch genau dieser Funke ist es eben, der Menschen begeistert, der Personen befeuert Dinge ausprobieren und verändern zu wollen und der langfristig dazu führt, dass Einzelpersonen zu einem Team zusammenschweißen.

Abgesehen davon ist auch für den Beratungs- und Trainingsalltag bei CONTRACT wichtig, dass man sich als Kollegen gut kennt, einander vertraut und sich gegenseitig gut einschätzen kann. Wir arbeiten ständig in neuen Konstellationen, man geht gemeinsam durch Stress und Erfolgssituationen und begegnet sich abhängig von Projekten in verschiedenen Rollen wieder. Guter Zusammenhalt und ein starkes Wir- Gefühl sind dabei quasi unabdingbar.

Genau diese Bildung von Vertrauen und eines tragfähigen Wir- Gefühls konnte ich dann auf Mallorca erleben und war mehr als positiv überrascht. Neben Aktivitäten wie Biken, Segeln und Wandern wurde beim Klippenspringen, beim kreativem Malen und gemeinsamem Kochen intensiv Zeit miteinander verbracht. Und dabei blieb es bei weitem nicht bei Oberflächlichkeiten. Sowohl die Tiefe der geführten Gespräche, als auch die Qualität des gegenseitigen Umgangs miteinander übertrafen meine Erwartungen bei weitem. Und auch der zusammen erlebte Spaß kam dabei absolut nicht zu kurz.

Der tatsächliche Mehrwert kommt für mich jedoch erst im Nachgang wirklich zum Vorschein. Trotz meiner kurzen Unternehmenszugehörigkeit kenne ich meine Kollegen besser, als es in einem Jahr Arbeitsalltag möglich gewesen wäre. Gerade was Kollegen an einem unserer anderen Standorte betrifft, die man sonst nur flüchtig auf dem Gang sieht jedoch meistens nur am Telefon hört habe ich nun mehr als ein Gesicht zur Person im Kopf, die ich gerade am Telefon habe, sondern eher einen Eindruck der Persönlichkeit, die sich hinter diesem Gesicht verbirgt.

Weiterhin sind die gemeinsam gesammelten Erfahrungen ideal, um nicht nur an gemeinsamen Spaß  anzuknüpfen und angefangene Gespräche weiterzuführen, sondern rufen auch die positiven Gefühle und Emotionen wieder hoch, die auf Mallorca angefangen hatten zu keimen.