Design Thinking Workshop

5 Tipps für einen erfolgreichen
Ablauf

04.07.2018

Drehen Sie sich im Kreis beim Versuch, Ihren ersten Design Thinking Workshop zu gestalten oder brauchen Sie Unterstützung dabei? Wenn es Ihnen also schwerfällt, Design Thinking Methoden in Ihrem Team oder Ihrer Organisation einzubinden oder Sie Ideen hierzu brauchen, kann ein Design Thinking Workshop für den nötigen Effekt sorgen, Ihr Team dabei zu unterstützen. Ganz gleich, ob es sich um außergewöhnliche Ideen oder eine alltägliche Herausforderung handelt.

Ein Design Thinking Workshop für Teams

Design Thinking ist eine wirkungsvolle Methode, um Prozesse, Produkte und Unternehmen weiterzuentwickeln. Der Design Thinking Prozess ist ein Co-Creation Prozess, der Teams dabei hilft, Innovationen hervorzubringen und komplexe Probleme zu lösen. Wie? Indem auf eine kreative Art und Weise Ideen geschaffen werden, die den Nutzer eines Problems, eines Produkts oder einer Dienstleistung in den Fokus stellen.

 

Der Ablauf

 

1. Erläutern Sie die Design Thinking Spielregeln

Spielregeln helfen dabei, dem Workshop den nötigen Rahmen zu geben. Es werden innerhalb kürzester Zeit kreative Ergebnisse erzielt und die Teilnehmer können sich auf das Wesentliche konzentrieren: die Ideen!

Time Boxing: Es gibt eine feste Zeitangabe, innerhalb der die gestellte Aufgabe erledigt werden muss.
Ideen: Jede Idee ist willkommen und wird nicht gewertet.
Fragen: es gibt keine dummen Fragen – im Gegenteil, jede Frage bereichert den Design Thinking Prozess.
Freiraum: Kreativität ist ebenso gewünscht und darf sich auch auf Ungewöhnliches stützen.
Analoge Materialien: die Methode erfordert nichts weiter als einen Stift, Papier und weitere haptische Materialien, wie z.B. Legos oder Luftballons. Digitale Medien sind tabu.
Iterativer Prozess: die Phasen werden bei Bedarf mehrfach durchlaufen, um stets den Nutzer im Mittelpunkt zu halten und das Ergebnis daran zu entwickeln.

Design Thinking Regeln für den Workshop

 

2. Visualisieren Sie die Design Thinking Grundsätze

Damit Design Thinking im Team gut funktionieren kann, hilft es, sich an bestimmte Grundsätze zu halten. Visualisieren Sie Design Thinking Grundsätze einfach auf einem Flipchart oder drucken Sie sich das„Design Thinking Principles Poster“ aus. Hierdurch stellen Sie sicher, dass alle Teilnehmer diese vor Augen haben. Es hilft ihnen, die Dinge auch mal “anders” anzugehen.

Design Thinking Principles

  • Bauen Sie gemeinsam auf den Ideen anderer auf
  • Vermeiden Sie Wertung von Ideen und Vorschlägen
  • Ermöglichen Sie schnelles Scheitern, damit ein schneller Lernprozess möglich wird
  • Bleiben Sie stets beim Thema
  • Visualieren Sie Ihre Ideen auf Papier
  • Entwickeln Sie viele Ideen
  • Bestärken Sie die Teilnehmer zu wilden, außergewöhnlichen Ideen
  • Behalten Sie stets den Nutzer im Fokus
  • Denken Sie über den Tellerrand hinaus

 

Sie werden eine kreative und effiziente Arbeitsweise während des gesamten Workshops möglich machen.

 

3. Definieren Sie die Fragestellungen, die für das Lösen der Herausforderung im Workshop hilfreich sind

Je nach Herausforderung gelten unterschiedliche Fragestellungen. Hier finden Sie einige Beispiele, wie die Fragen gestellt werden können:

  • Was stört Sie im Arbeitsalltag?
  • Was fehlt an Ihrem Arbeitsplatz?
  • Wenn Sie eine Sache ändern könnten, was wäre es?
  • Was sind Ihre Herausforderungen?
  • Ein Projekt ist gescheitert, was ist passiert?

 

4. Orientieren Sie sich an den 6 Phasen des Design Thinking Prozesses

Die d.school der University Stanford  hat für den Design Thinking Prozess sechs Phasen vorgesehen, die einen Prozess erfolgreich machen. Führen Sie den Design Thinking Workshop entlang dieser sechs Phasen, und auf iterative Weise, durch:

  • Verstehen (Understand)
  • Beobachten (Observe)
  • Standpunkt definieren (Point of View)
  • Ideen finden (Ideate)
  • Prototyp entwicklen (Prototype)
  • Testen (Test)

Design Thinking Prozess

Verstehen (Understand) 

Im ersten Schritt geht es darum zu verstehen, worum es geht und wofür es ein Ergebnis geben soll. Im Rahmen einer semantischen Analyse wird also zuerst das Problem genau analysiert und verstanden. Der einfachste Weg hierfür ist sicherlich: Gespräche führen. Das Team teilt seine Erfahrungen und geht dem Sinn nach. Der Inhalt wird erkundet, die Stakeholder identifiziert und die Herausforderung wird hinterfragt, so dass alle ein gemeinsames Verständnis haben.

 

Beobachten (Observe)

Im zweiten Schritt geht es darum, die Themen und Probleme, mit dem Fokus auf den Nutzer, richtig wahrzunehmen. Dies geschieht in der Regel durch das Führen von Interviews mit unterschiedlichen Menschen der Organisation, Kunden, Betroffenen etc. Hierdurch gelingt es Ihnen eine Empathie zu entwickeln, die Ihnen dabei hilft die richtigen Fragen zu stellen. Eine wirkungsvolle Methode, um zu prüfen, ob die eigene Annahme gültig ist oder nicht. Eine Frage könnte zum Beispiel sein: “Was hält Sie bisher davon ab, das Produkt zu nutzen?”

 

Point of View (Standpunkt)

Eine Zusammenstellung aus Storytelling, Clustering und Persona bilden die Basis für diese Phase des Design Thinking Prozesses. Es werden aussagekräftige Antworten geschaffen, bezogen auf unterschiedliche Nutzertypen (Personas). Diese stellen die Grundlage für den nächsten Schritt “Ideen finden” dar.

Persona Template für Design Thinking Prozesse

 

Ideen finden (Ideate)

Diese Phase dient zur Skizzierung Ihrer Ideen. Notieren Sie dazu die wesentlichen Punkte, indem Sie mit Brainstorming-Fragen die Antworten dazu finden. Verwerfen Sie Ideen und finden Sie gleichzeitig neue. Es entstehen oftmals Variatonen von Ideen, die in eine Gesamtidee münden. Je verrückter die Ideen, desto besser!

Design Thinking Ideation

Prototyp entwicklen (Prototype)

Aufbauend auf den Ergebnissen der vorangegangenen Phasen, werden in diesem Schritt Protoypen entwickelt. Dafür werden unterschiedliche Materialien bereitgestellt. Hierdurch unterstützen Sie die Kommunikation und Interaktion im Team maßgeblich. Ziehen Sie hierfür gerne unterschiedliche Team-Mitglieder hinzu, wie z.B. Manager und Stakeholder.

Prototyping im Design Thinking Prozess

Testen (Test)

Abschließend teilen Sie nun Ihr Ergebnis und nutzen Sie das Feedback der anderen Workshop-Teilnehmer. Denn das ist es, was nun zählt. Daraus entstehen neue Erkenntnisse, die wertvoll sind. Hilfreiche Methoden hierfür sind z.B. Test Planning, Präsentation und Feedback Grid.

Design Thinking Testing im Prozess

5. Planen Sie Zeit für Transfer und Feedback ein

Fragen Sie Ihre Workshop-Teilnehmer danach was ihnen an diesem Prozess gefallen hat und was sie beim nächsten Mal anders machen würden. Ermuntern Sie die Teilnehmer dazu, ein Projekt oder eine Situation in der Zukunft mit dieser Methode durchzuführen.

 

Kontakt

Sie möchten einen Design Thinking Workshop in Ihrem Unternehmen durchführen?

Nehmen Sie dazu gerne Kontakt zu uns auf, und stellen Sie uns ihre Fragen:

Theresa Pfleghar Mirja Tekaat
 theresa.pfleghar@world-of-contract.com
mirja.tekaat@world-of-contract.com

 

Antje Galitschke  Philip Schwidetzki 
antje.galitschke@world-of-contract.com
philip.schwidetzki@world-of-contract.com

 

 


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Design Thinking Principles Poster

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