Innovation verstehen – und verständlich machen!

Erfolgreiche Unternehmen brauchen verschiedene Qualitäten. Insbesondere Marktführer brauchen jedoch eine spezielle Kompetenz – Innovationskraft.  Nur so lässt sich die Marktposition auch behaupten.

Doch woher sollen sie kommen, diese neuen Ideen für Produkte oder Dienstleistungen? Und noch viel wichtiger ist die Frage, wie gestaltet man eine Systematik um die schlechten von den guten, zukunftsträchtigen zu unterscheiden? Innovationsmanagement setzt hierzu die Rahmenbedingungen in einer Organisation, die auch zukünftig erfolgreich sein will.

Erfolgreiche Innovationen entstehen nicht (nur) in strategischen Stabsabteilungen sondern viel öfter auf der operativen Ebene. Gerade im Mittelstand besteht Innovationsmanagement  aus einem offenen innovativen Klima und ein in der Systematik darauf abgestimmtes Multiprojektmanagement. Gerade der Mittelstand mit seinen potentiell kurzen Entscheidungswegen mit der Tendenz zu Adhoc-Entscheidungen tut allerdings gut daran das Innovationsgeschehen in eine pragmatische Struktur einzubinden.

Aus CONTRACT-Sicht sind das die Erfolgsfaktoren für Innovationsprojekte:

a) Systematische Ideenaufbereitung

b) Große „Trichteröffnung“ für neue Ideen

c) Systematisches Screening an „Gates“ (zielen, prüfen, entscheiden, kanalisieren)

d) Gates – Entscheidungsgremium mit Top – Besetzung

e) Klare Gate-Kriterien

f) Eine angemessene „Kill-Rate“ 

g) Multifunktionale Projektteams mit Bereitschaft zum unternehmerischen Handeln

h) Ein gemeinsames Verständnis von der Bedeutung von Innovationsmanagement und

i) Von den auf der operativen Ebene genutzten Begrifflichkeiten.

Die GELITA AG mit Sitz in Eberbach am Neckar hat diese Thematik beschäftigt. Dem weltweit führenden Anbieter von Kollagenproteinen für die Lebensmittelindustrie, Health & Nutrition Industrie, Pharmaindustrie und technische Anwendungen war die Bedeutung von Innovationen schon immer bewusst. Dieses Bewusstsein mündet in einem Selbstverständnis als Impulsgebers für neue Ideen und ganzheitlichem Lösungsanbieter, der seine Kunden umfassend bei der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Produktinnovationen unterstützt. Das Unternehmenswachstum und die damit einhergehenden Internationalisierung verlangte jedoch danach die bisher „gewachsene“ Arbeitsweise in eine strukturierte Herangehensweise zu überführen.

Dem Rechnung tragend wurde ein neues Innovationsmanagement unternehmens- und damit auch weltweit eingeführt. Dabei wurde alle Mitarbeitenden umfassend mit der Bedeutung von Innovationen für den Unternehmenserfolg und dem dafür entwickelten Prozess vertraut gemacht. Ein unabdingbares To-Do um dem innovativen Klima eine Legitimation zu vermitteln! 

Um das ganze Thema auf die Straße zu bringen, beschloss die Unternehmensleitung die funktionsübergreifende Qualifizierung der Key-Player des Unternehmens. Diese wurden mit dem Instrument Innovations-Projektmanagement vertraut gemacht – und das nicht nur auf der Tool-Ebene sondern auch auf der Verhaltensebene. Die Herausforderungen beginnen immer beim Handeln – und nicht in der Theorie!

Wesentliche Auslegungskriterien für die Implementierung waren:

a) die enge Verzahnung mit dem strukturierten Innovationsprozess sicherzustellen;

b) nicht nur die klassischen Methoden des Projektmanagement sondern auch die weichen Erfolgsfaktoren zu vermitteln und

c) die Notwendigkeit der internationalen und interkulturellen Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Projekte bearbeitet werden, zu berücksichtigen. 


Realisiert wurde dies zum einen durch eine modulare Seminarreihe, die neben der Vermittlung der klassischen Methoden und weichen Erfolgsfaktoren den unmittelbaren Bezug zu den aktuell laufenden Innovationsprojekten herstellte. Ergänzt wurde diese Reihe zum anderen durch weiterreichende Angebote an Unterstützungsmaßnahmen in den konkreten Innovationsprojekten. Dazu gehörten z.B. Coaching von Projektleitern oder Projektteams sowie Workshops zum Erfahrungsaustausch der Key-Player untereinander.

Diese Implementierung war nicht nur auf die deutschen Standorte begrenzt, sondern wurde auch auf die Standorte von Gelita in den USA und in Brasilien ausgedehnt. 

„GELITA sieht in einem erfolgreichen Innovationsmanagement einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der strategischen Ziele 2020. Möglich ist dies nur durch eine enge Verzahnung von Innovationsmanagement und Projektmanagement. Wir haben deshalb einen Dienstleister gesucht, der dies unseren relevanten Mitarbeitern entsprechend unseren Unternehmenswerten vermitteln kann.

Schon beim Auswahlprozess haben wir bei der Fa. Contract festgestellt, dass die Chemie stimmt und ein Verständnis existiert, wo wir als Unternehmen stehen und insbesondere wohin wir wollen.

Es ist Contract dann auch gelungen, unseren Mitarbeitern nicht nur das Fachwissen, sondern auch die Begeisterung an diesen Themen zu vermitteln. Die Dozenten konnten sich dabei auf die verschiedenen Kulturen (auch sprachlich) sehr gut einstellen. Die Breite der Themen wurde in Rollenspielen mit einer hohen Interaktion eindrucksvoll einstudiert. Die Module (inklusive Review) zogen sich über ein Jahr und haben damit unseren Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben, Gelerntes zu üben und mit dem Feedback der Dozenten über diesen Zeitraum sich weiter zu entwickeln.

Die Fa. Contract hat GELITA in einem wesentlichen Punkt der Mitarbeiterentwicklung zum Erreichen der strategischen Ziele 2020 spürbar geholfen. Herzlichen Dank an das Team.“

Hans-Ulrich Frech, Global Vice President Business Unit Collagen Peptides, GELITA KG 

Jochen Keller

CONTRACT Berater

Die Qualifizierungsmaßnahmen und das Verständnis von Innovation wie von Begrifflichkeiten galt es also angemessen für die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe zu adaptieren. 

Eigentlich nichts Neues, auch nicht für den klassischen deutschen Mittelstand, aber immer wieder eine Aufgabe, die Einfühlungsvermögen und Präzision verlangt und nicht nach dem „copy-paste-Prinzip“ funktioniert.

Um das zu gewährleisten und ein gemeinsamen Verständnisses und Verstehens solcher länderübergreifenden Veranstaltungen sicherzustellen findet ein intensiver Abgleich und Erfahrungsaustausch im international zusammengesetzten Team der CONTRACT-Trainer statt.

Die synchrone Vermittlung der Seminarinhalte und die Einführung einer gemeinsamen Projektsprache legt die kommunikative Basis für etwas, was sich langfristig als erfolgreiche Innovationskultur zeigen wird. Nur so ist ein gemeinsames abgestimmtes Arbeiten zur Realisierung erfolgreicher Innovationen am Markt auf operativer Ebene erreichbar.

Fazit: Man muss sich untereinander und das Thema Innovation einfach verstehen!